06.06.2025
Startchancen-Programm wird massiv ausgeweitet: Schulen im Landkreis profitieren ab dem neuen Schuljahr
Uehlfeld. Gabi Schmidt, Abgeordnete der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, begrüßt die am Freitag vom Bayerischen Kultusministerium angekündigte Ausweitung des Startchancen-Programms für mehr Chancengerechtigkeit. Bereits im aktuellen Schuljahr profitieren 100 staatliche Grund- und Mittelschulen von dem Programm. Ab dem kommenden Schuljahr sollen es laut Ministerium über fünfmal so viele sein wie bisher. Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim nehmen die Grundschule Neustadt/Aisch, die Pastorius-Grundschule Bad Windsheim, die Mittelschule Bad Windsheim und die Staatliche Berufsschule Neustadt/Aisch teil.
Schmidt begrüßt die deutliche Erweiterung: „Wir FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag sind überzeugt, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer vor Ort am besten wissen, wie wir zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit gelangen können. Sie erkennen, wie sich der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg verringern lässt – genau dort müssen wir ansetzen.“
Das Programm stelle den Schulen mit besonderem Unterstützungsbedarf ein langfristig angelegtes Instrument zur Verfügung, um Benachteiligungen abzubauen und Schülerinnen und Schüler individueller zu fördern. „So kann die Schulfamilie vor Ort nachhaltige Strukturen aufbauen, die den jeweiligen Herausforderungen gezielt begegnen“, erklärt Schmidt.
Das Startchancen-Programm basiert auf drei Säulen: Zum einen sind Investitionen in eine zeitgemäße und lernförderliche Umgebung vorgesehen mit durchschnittlich rund 820 000 Euro pro Schule über die Laufzeit des Programms. Zweite Säule ist ein Chancenbudget für Schul- und Unterrichtsentwicklung (etwa für digitale Tools oder Referentenstellen) mit jährlich durchschnittlich 80 000 Euro pro Schule. Für zusätzliches Personal zur Stärkung multiprofessioneller Teams sind ebenfalls finanzielle Mittel vorgesehen, auch hier geht es um pro Schule jährlich rund 80 000 Euro.
Die Auswahl der teilnehmenden Schulen erfolgte trägerunabhängig auf Basis eines bayerischen Sozialindex, erläutert Schmidt: „Das Kultusministerium unter Ministerin Anna Stolz hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Fünf Indikatoren waren maßgeblich: die Kinderarmutsquote, der Anteil an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze, der Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Familiensprache, der Anteil von Schülern mit Migrationserfahrung sowie die Akademikerquote im Umfeld. Mit dem Ergebnis sind wir als FREIE WÄHLER-Fraktion sehr zufrieden.“