07.03.2025
"Unsere Teichwirtschaft wird schlicht nicht berücksichtigt"

Uehlfeld. Am Samstag, 8. März, wird öffentlichkeitswirksam der „End of Fish Day“ begangen. Dieser geht zurück auf Slow Food Deutschland, Fair Oceans und Brot für die Welt und soll rein rechnerisch den Tag bestimmen, an welchem für das laufende Jahr die letzten Fische und Meerestiere aus der deutschen Nord- und Ostsee und den Binnengewässern aufgegessen sind. „Unsere Teichwirtschaft wird dabei aber nicht berücksichtigt“, kritisiert Schmidt. Zudem ärgere sie, wie Umwelt- und Meeresschützer fortwährend versuchen würden, die Menschen vom Verzehr von Fisch abzuhalten. 

 „Unsere bayerischen Teichwirte erzeugen hochwertige, nachhaltige und vor allem ökologisch völlig unbedenkliche Produkte“, erläutert Schmidt. So sei der Karpfen einer der wenigen Speisefische, die beispielsweise von WWF und Greenpeace schon vor Jahren als unproblematisch eingestuft wurden. Allgemein den Menschen mit einem „Warntag“ den Fischgenuss madig zu machen, sei deshalb skandalös.

Mit dem „End of Fish Day” soll darauf hingewiesen werden, dass es den Fischpopulationen in Nord- und Ostsee schlecht gehe. Weil die Deutschen weit mehr Fisch essen würden als vor den Küsten verfügbar seien, würde Fisch aus aller Welt importiert. „Diese Situation ist mit der Lage in Bayern aber nicht zu vergleichen“, so Schmidt. Hier sei nicht Überfischung das Problem, sondern die Tatsache, dass neben Prädatoren auch Naturschutzverbände den Teichwirten das Leben schwer machen. So würden sich diese beispielsweise gegen die Lösung des Fischotter-Problems stellen. „Dass ausgerechnet Naturschützer die nachhaltige und regionale Produktion von Fisch behindern, wundert mich doch sehr“, so Schmidt.