27.10.2025
Gabi Schmidt: „Feuer und Flamme für Olympia, aber ganz Bayern muss profitieren!“

Uehlfeld. Die Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt begrüßt sehr, dass sich die Münchnerinnen und Münchner gestern für eine Bewerbung der Landeshauptstadt für die Olympischen Sommerspiele ab 2036 ausgesprochen haben. Gleichzeitig mahnt sie aber, dass bei aller Olympia-Begeisterung der Rest Bayerns sportlich nicht ins Hintertreffen geraten dürfe. „Es kann nicht sein, dass das ganze Geld nach München fließt und als Konsequenz den Sportlerinnen und Sportlern im Rest Bayerns durch die ausbleibende Förderung angemessene Sportstätten fehlen.“ Vielmehr müsse ganz Bayern von einer sportlichen Aufbruchstimmung erfasst werden und profitieren, was besonders für unsere Jugendlichen gelten müsse, mahnt die Abgeordnete der FREIEN WÄHLER. 

Schmidt kritisiert, dass das Bewerbungskonzept sich sehr stark auf München und das Münchner Umland fokussiert anstatt die Kompetenzen und Sportstätten in ganz Bayern zu nutzen. „Mit dem Challenge Roth zum Beispiel findet alljährlich eine der weltweit traditionsreichsten und bestbesetzten Triathlonveranstaltungen rund um den Rothsee statt. Roth wäre somit prädestiniert für die Austragung der olympischen Triathlonwettkämpfe“, sagt Schmidt. 

Auch abgesehen vom Ausdauermehrkampf würde sie es begrüßen, wenn fränkische Städte mit ICE-Anschluss ebenfalls als Austragungsorte berücksichtigt würden: „In Würzburg und Bamberg könnten zum Beispiel olympische Basketballspiele stattfinden, in Nürnberg könnte man die Erfahrung und die Strukturen der dort vorhandenen Bundesstützpunkte für Taekwondo, Ringen und Radfahren nutzen“, erklärt die Abgeordnete der FREIEN WÄHLER. Die Ankündigung, dass in Nürnberg Fußballspiele stattfinden sollen, reicht ihr nicht aus. 

„Nur wenn wir Olympia in die Fläche des Freistaats bringen, erzeugen wir landesweit einen olympischen Geist und nur so entsteht ein echter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Mehrwert für das gesamte Bundesland“, so Schmidt. Gelinge es nicht, die Austragungsorte zu dezentralisieren, fordert sie flankierende Programme, um unabhängig von Olympia Sportstätten im Rest Bayerns auf Vordermann zu bringen, nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte anzuschieben und den Ausbau des ÖPNV voranzubringen.