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Johann HäuslerJohann Häusler
Susann EndersSusann Enders
25.11.2021

Sachverständigenanhörung: Corona schränkt Sozialkontakte junger Menschen stark ein

Enders: Gesprächsfaden zwischen Familien und Kinder-/Jugendhilfe nicht abreißen lassen

Susann Enders, Sprecherin für Soziales und Familie der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, sowie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Johann Häusler, Sprecher für Arbeit und Senioren, zur Sachverständigenanhörung „Situation der Kinder- und Jugendhilfe in Bayern“ am Donnerstag im Sozialausschuss des Bayerischen Landtags.

 

Enders:

„Die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens haben insbesondere Kinder und Jugendliche stark in ihren Sozialkontakten und Kontaktmöglichkeiten zu Gleichaltrigen eingeschränkt. Gerade in Zeiten besonderer Belastung, wie während der Corona-Pandemie, sind Hilfs- und Unterstützungsangebote der Jugendhilfe für Kinder und ihre Familien wichtiger denn je. Dabei gilt es die Interessen und Meinungen von Kindern zu erfragen und zu berücksichtigen, um Informationen altersgerecht aufzubereiten und Unterstützungsangebote dem Einzelfall entsprechend anpassen zu können. Wenn familiäre Belastungen in Krisenzeiten steigen, ist es von zentraler Bedeutung, dass der Gesprächsfaden zwischen den in der Kinder- und Jugendhilfe Tätigen sowie den betreuten Familien nicht abreißt. Wir FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag haben uns daher bereits frühzeitig für einen Ausbau ergänzender Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe im Rahmen der Krisenbewältigung eingesetzt.“

Häusler:

„Zu begrüßen ist das am 15. Juni 2021 in Kraft getretene Kinder- und Jugendstärkungsgesetz. Das KJSG zielt auch außerhalb von Krisenzeiten darauf ab, mit einer modernen Kinder- und Jugendhilfe vor allem diejenigen Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen zu stärken, die besonderen Unterstützungsbedarf haben. Als FREIE WÄHLER Landtagsfraktion unterstützen wir neben den Vorhaben für einen besseren Kinder- und Jugendschutz – etwa bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdungen – auch ausdrücklich die Verankerung der Inklusion als Leitgedanken der Kinder- und Jugendhilfe. Außerdem benötigen wir bessere Präventions- und Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen, Eltern und Familien vor Ort.“