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Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter BauerProf. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer
Florian StreiblFlorian Streibl
22.12.2021

FREIE WÄHLER-Fraktion will Maßnahmenpaket für Pflege auf den Weg bringen

Streibl: Staatliche Fürsorge hört nicht mit dem Schulaustritt auf

Florian Streibl, Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, sowie Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, pflegepolitischer Fraktionssprecher sowie Pflege- und Patientenbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, zum Bericht „Modellprojekt in Landshut: In Teilzeit gegen den Pflegenotstand“ auf tagesschau.de:

 

Streibl: 

„Die Corona-Pandemie hat uns schmerzlich bewusst gemacht, dass eine gut ausgebaute Pflege in der Fläche Bayerns nicht nur notwendig, sondern ein essentieller Baustein für das Altern in Würde ist. Dazu braucht es allerdings mehr als nur staatliche Angebote – das gilt für Metropolregionen gleichermaßen wie für den ländlichen Raum. Für einen flächendeckenden Aktionsplan ‚Pflege‘ müssen private Anbieter genauso mit an den Tisch geholt werden wie Kommunen. Ziel muss sein, die Pflege so auszugestalten, dass alle Mitbürgerinnen und Mitbürger sie sich leisten können. Nicht Gewinnorientierung darf im Mittelpunkt stehen, sondern der zu pflegende Mensch. Wenn Staat und Kommunen es in einer gemeinsamen Kraftanstrengung geschafft haben, für jedes Kind einen KiTa-Platz vorzuhalten, muss dies genauso für die Schaffung von Pflegeplätzen möglich sein. Schließlich hört staatliche Fürsorge nicht mit dem Schulaustritt auf.“

 

Bauer:

„Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion verfolgt mit aller Kraft ein wichtiges Ziel: Erhalt und Stärkung des sozialen Bayerns. Dazu gehören die christliche Caritas und unser humanistisches Weltbild, indem wir uns konkret um Alte, Kranke, Schwache und Menschen mit Behinderung kümmern. Gleichberechtigung und Teilhabe am sozialen Leben dieser Menschen aller Altersgruppen wollen wir gemeinsam erreichen. Gerade die Corona-Krise hat die Defizite bei den sozialen Berufen aufgezeigt, aber gleichzeitig auch ganz deutlich gemacht, welche gesamtgesellschaftliche Bedeutung diese Berufe haben. Ohne den herausragenden Einsatz von ambulanten und stationären Pflegekräften hätten wir diese Krise nicht so gut überstanden wie bisher. Daher muss unser politisches Ziel sein, das Pflegesystem zu stabilisieren, weiter auszubauen und vor allen Dingen die Rahmenbedingungen für alle Pflegenden entscheidend zu stärken und zu verbessern. Um dies zu erreichen, darf sich die Gesellschaft nicht spalten. Ganz im Gegenteil: Wir müssen zusammenhalten und solidarisch sein. Mitmenschlichkeit, Mitgefühl und Hilfe dürfen nicht durch Egoismus, egozentrische Lebensweise und Gewinnmaximierung abgelöst werden. Dafür setzen wir uns ein.“