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Johann HäuslerJohann Häusler
Dr. Leopold HerzDr. Leopold Herz
24.06.2021

FREIE WÄHLER-Fraktion will Landwirtschaft bei Transformationsprozessen unterstützen

Herz: Aktuelle Herausforderungen sind nicht durch Verbote und Auflagen zu bewältigen

München. Landwirtschaftliche Betriebe sind in Bayern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Doch Bayerns Landwirte stehen vor immer größeren Herausforderungen – bei stetig steigenden Anforderungen. So müssen sie nicht nur auf zunehmende Extremwetterlagen, wachsende Auflagen zum Tierwohl und Artenschutz sowie sich verändernde Konsumentenbedürfnisse reagieren, sondern auch dieAuswirkungen der Corona-Pandemie schultern. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion will sich mittels Dringlichkeitsantrag für eine starke, innovative, ökologisch und ökonomisch zukunftsfeste Landwirtschaft in Bayern einsetzen und die Landwirte bei den anstehenden Transformationsprozessen unterstützen.

Dazu Johann Häusler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Die landwirtschaftlichen Betriebe im Freistaat erbringen eine Vielzahl von Leistungen, die nur zum Teil am Markt vergütet werden – von der Erhaltung ökologisch wie touristisch wertvoller Kulturlandschaften, den Wasser- und Bodenhaushalt bis hin zu einem Beitrag zur Ernährungssicherheit. Um insbesondere Familienbetriebe auch in Zukunft zu erhalten, haben wir die Staatsregierung aufgefordert zu überprüfen, wie trotz der sich ändernden Rahmenbedingungen eine langfristigePlanungssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe erzielt werden kann.“ Konkret haben die FREIEN WÄHLER die Staatsregierung beauftragt, die grundlegenden Bereiche Stallbau, Dünge- und Ausbautechniken, Emissionsschutz, Haltungsformen, Tierwohlauflagen sowie bürokratische Hürden unter die Lupe zu nehmen.

Die Ergebnisse sollen im Landwirtschaftsausschuss präsentiert und in der Folge in parlamentarische Initiativen gegossen werden. Klar sei bereits jetzt: „Die Herausforderungen des Tier-, Arten-, Klima-, Umwelt und Bodenschutzes sowie der Sicherung der Lebensmittelproduktion lassen sich nicht durch Verbote und Auflagen bewältigen. Stattdessen müssen technologische Innovationen in Pflanzenschutz und Züchtung stärker als bisher genutzt werden“, betont Dr. Leopold Herz, Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses im Landtag und agrarpolitischer Fraktionssprecher. Notwendig seien machbare Lösungen entlang des technischen Fortschrittes.

Übergeordnetes Ziel sei dabei, die richtigen Anreize zu setzen, um auch nachfolgenden Generationen eine Zukunft in der Landwirtschaft zu ermöglichen. „Viele Landwirtsfamilien sind über Jahrhunderte in ihren Gemeinden verwurzelt und tragen entscheidend zum sozialen Leben im ländlichen Raum bei. Diese für Bayern so wesensprägende Strukturen wollen wir bewahren.“ Deshalb sei es, so Häusler, für die bayerischen Familienbetriebe unabdingbar, für große, zukunftsweisende Betriebsinvestitionen eine verlässliche Perspektive zu haben. „Denn in den meisten Fällen binden sich diese Familien finanziell über mehr als eine ganze Generation“, so Häusler abschließend.

Hinweis: Den erwähnten Dringlichkeitsantrag finden Sie unten links unter "Weitere Informationen".