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Gabi SchmidtGabi Schmidt
Dr. Hubert FaltermeierDr. Hubert Faltermeier
11.02.2022

FREIE WÄHLER-Fraktion will Frauen in Wissenschaft und Forschung stärker fördern

Schmidt fordert uneingeschränkte und gleichberechtigte Zugangsmöglichkeiten

Gabi Schmidt, Sprecherin für Frauen und Gleichstellung sowie stellvertretende Vorsitzende der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, und Dr. Hubert Faltermeier, Sprecher für Wissenschaft und Hochschule, zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft:

Schmidt:
„Im Wintersemester 2021/2022 betrug der Frauenanteil unter Studierenden an Hochschulen in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts 50,2 Prozent. Damit war er zum ersten Mal höher als der Anteil der Männer. Das ist ein erfreuliches Signal! Doch Frauen sind in der Wissenschaft nach wie vor unterrepräsentiert. Das gilt gerade für den MINT-Bereich, aber auch in Bezug auf Spitzenpositionen in Forschung und an Hochschulen. Im Jahr 2020 lag Deutschland mit einem Frauenanteil von unter 30 Prozent im europäischen Vergleich auf Platz 38. Dies ist einer der letzten Ränge. Am Verhältnis der Geschlechter hat sich auch in den vergangenen Jahren kaum etwas geändert. Der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft macht daher jährlich am 11. Februar darauf aufmerksam, wie wichtig ihre Rolle in der Wissenschaft und Forschung ist. Auch wir FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag wollen Frauen und Mädchen einen uneingeschränkten und gleichberechtigten Zugang ermöglichen und ihre Beteiligung an diesen Themenfeldern fördern. Dabei liegt es mir als Mutter von drei Töchtern besonders am Herzen, ihnen bereits von Kindesbeinen an den Mut und das Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben, sich auch an vermeintliche ‚Männerdomänen‘ heranzuwagen.“

Faltermeier:
„Wir als FREIE WÄHLER-Fraktion würden es sehr begrüßen, wenn die Staatsregierung die aktuelle Novellierung des Hochschulgesetzes auch zum Anlass nähme, die Frauenförderung an Bayerns Hochschulen noch stärker in Fokus zu rücken. Gleichstellung und die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern müssen zum Leitprinzip bei der Wahrnehmung aller hochschulischen Aufgaben werden. Dies muss sich auch in allen Gremien, einschließlich der Hochschulleitung und der Berufungsausschüsse, widerspiegeln. Für alle Hochschulen muss es dabei Ziel sein, eine Erhöhung der Frauenanteile in allen Fächergruppen sowie auf sämtlichen Ebenen aktiv zu fördern. Dies betrifft die Gremien- und Stellenbesetzungen ebenso wie die Gestaltung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen. Denn nur wenn Hochschulen Gleichstellung aktiv leben, lassen sich die noch immer deutlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau in der Wissenschaft beheben.“