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Dr. Leopold HerzDr. Leopold Herz
Benno ZiererBenno Zierer
25.05.2022

FREIE WÄHLER-Fraktion fordert Anpassung des Kulturlandschaftsprogramms

Herz: Förderbedingungen für Grünland- und Tierhaltungsbetriebe verbessern

Dr. Leopold Herz, landwirtschaftspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landschaftsfraktion, und Benno Zierer, umweltpolitischer Sprecher, zur Fortführung des Kulturlandschaftsprogramms:  

Herz:
„Nach der Kritik der Europäischen Kommission zum nationalen Strategieplan zur Gemeinsamen Agrarpolitik ist zu befürchten, dass die Auflagen für Bayerns Landwirte noch höher werden. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat bereits angekündigt, hier noch einmal nachschärfen zu wollen. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass die Landwirtschaft in erster Linie auch Lebensmittel produzieren und die Versorgungssicherheit der heimischen Bevölkerung gewährleisten soll. Daher hoffen wir, dass wir in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ein neues Kulturlandschaftsprogramm entwickeln können. Ihr gilt besonderer Dank für die Ankündigung, dass die Förderbedingungen für Grünland- und Tierhaltungsbetriebe verbessert werden sollen. Dies ist bereits seit langer Zeit eine klare Forderung von uns FREIEN WÄHLERN im Bayerischen Landtag. Gerade kleine Betriebe, die keine Ausgleichszahlungen mehr für benachteiligte Gebiete erhalten, würden davon erheblich profitieren. 

Zierer:
„Mit der neuen Periode der Gemeinsamen Agrarpolitik werden die Anforderungen an Bayerns Landwirte weiter steigen. Einige der bisherigen Maßnahmen werden nun zu Voraussetzungen, um die Prämien in vollem Umfang zu erhalten. Damit werden Landwirte schlechtergestellt, die bisher freiwillig und äußerst erfolgreich an nachhaltigen Bewirtschaftungsmaßnahmen teilgenommen haben und dafür honoriert wurden. Wir als FREIE WÄHLER-Fraktion fordern daher eine Anpassung des Kulturlandschaftsprogramms, damit es für Bayerns Landwirte weiterhin attraktiv bleibt. Denn das Konzept ist ohne Frage ein riesiger Erfolg, an dem ein großer Teil der bayerischen Landwirte teilnimmt. Sie haben damit in den vergangenen dreißig Jahren maßgeblich zur Erhaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft beigetragen, in der sich Umwelt- und Artenschutz sowie produktive Agrikultur nicht ausschließen. Umso wichtiger ist es, das Programm weiterhin attraktiv zu gestalten und möglichst viele Landwirte mitzunehmen.“